N[achschrift] Dann noch eine erfreuliche Nachricht: Der deutsche Wehrmachtbefehlshaber in Norwegen will seinen Truppen gutes billiges Schrifttum zukommen lassen und macht daher eine Reihe von Sonderausgaben ausgewählter Bücher, die nur für die Wehrmacht hergestellt, also an die Soldaten abgegeben, nicht jedoch ans Publikum verkauft werden. In die Reihe dieser Sonderausgaben hat er auch "Liebesspiel in Flandern" aufgenommen, und zwar in einer Auflage von 5 000 Stücken.
Als Lizenzgebühr bezahlt der Wehrmachtbefehlshaber 15 % vom Ladenpreis dieser Sonderausgabe; der Ladenpreis dieser Sonderausgabe wird von ihm selber festgesetzt und wird natürlich wesentlich niedrieger sein als der unserer gewöhnlichen Ausgabe. In der Annahme, daß Sie gern hiermit einverstanden sind, habe ich diesen Vorschlägen zugestimmt und den Vertrag auch bereits abgeschlossen; die Entscheidung mußte sehr rasch fallen, und so konnte ich denn Ihre Einwilligung nicht vorher einholen. Sie befinden sich aber in ausgezeichneter Gesellschaft, da die nur die besten Bücher ausgewählt worden sind. Ich schlage vor, daß wir die Li-zenzgebühr hälftig zwischen uns teilen, und erbitte hierzu noch Ihr Einverständnis. Anbei sende ich Ihnen einen Durchschlag des Vertrags für Ihre Akten. D.O. (paraaf Adolf Spemann)
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