19 Januari
19.1.1952
Herrn
D[okto]r Stijn Streuvels
Ingoijghem b[ei] Kortrijk
Het Lijsternest
Hochverehrter lieber Herr D[okto]r Streuvels!
Haben Sie herzlichen Dank für Ihren Brief vom 10.1 und Ihre lieben Wünsche, die von meiner Familie und mir auf das herzlichste erwidert werden.
[1] Wir fürchten, dass der eigentliche Winter erst noch kommt, aber für die Gesundheit ist das besser als dieses nasse lauwarme Wetter und ebenso für die Gärten und die Landwirtschaft.
Freistücke. Zu meiner grossen Überraschung und Beschämung habe ich festgestellt, dass die 14 Freistücke von FLACHSACKER niemals abgegangen sind; durch ein Versehen sind sie als spediert notiert gewesen, aber bei genauerer Prüfung zeigte es sich, dass sie noch hier lagen. Entschuldigen Sie das bitte. Die Stücke sind nunmehr am 14.1. abgegangen; ich habe 10 Christkind beigefügt. "Die Männer am feurigen Ofen" sind als Einzelausgabe leider vergriffen und nur noch innerhalb der "Ausgewählten Werke in zwei Bänden" vorrätig. Wollen Sie von dieser Ausgabe noch etwas haben, so schreiben Sie dies bitte.
Frühling: Sehr danke ich Ihnen für Ihr grundsätzliches Einverständnis mit einer
billigen Neuausgabe. Bei der geplanten Reihe, die sich ja erst durchsetzen muss, sind leider keine so grossen Auflagen möglich wie etwa bei
RoRoRo,
[2] den Pocket Books oder bei
S[amuel] Fischer.
[3] Das Risiko wäre zu gross. Infolgedessen muss ich sehr scharf rechnen und kann leider nur ein einmaliges Honorar (lump sum, vaste vergoeding) von
D[eutsche ]M[ark] 250.- bezahlen, das aber gleich bei Ausgabe des Bandes ausgezahlt würde. Ich wäre Ihnen dankbar für Ihr Einverständnis, denn sonst könnte die Ausgabe in dieser Form nicht gemacht werden.
[4]
Da aber die Ausstattung wirklich reizend werden wird, hoffe ich, dass Sie zufrieden sein werden.
Gestern abend bin ich mit der Übersetzung fertig geworden, das heisst also mit dem stenografierten Text, den ich nun noch mit der Maschine abschreiben muss. Schon heute aber sende ich Ihnen anbei einen "Fragebogen" (!) mit allerhand Wünschen. Wenn es Ihnen zu viel Mühe macht, ihn zu beantworten, bitte ich Fräulein Isa oder Frau Dina um die Freundlichkeit, mir diese Fragen zu beantworten. Ich möchte, dass Sie mit dieser Übersetzung ganz und gar zufrieden sind.
Die Arbeit hat mir grosse Freude gemacht, aber ohne
de Bo[5] hätte ich sie nicht machen können. Ein grossartiges Lexikon! Und ich war Ihnen erneut dankbar, dass Sie es mir besorgt haben.
[2]
Abrechnung 1951: Bald hoffe ich Ihnen die Abrechnung für die Zeit April bis Dezember 1951 senden zu können Nach flüchtigem Überschlag ergibt sie, dass ich Ihnen etwas über
D[eutsche ]M[ark] 200.- neues Honorar (über die 1950 überwiesenen
D[eutsche ]M[ark] 2.000.- hinaus) zu bezahlen habe. Wozu dann das Honorar für "
Frühling" kommen würde.
[6]
mmmm
Von unserer Tochter, die Anfang Dezember für einige Jahre mit ihrem Mann nach USA ausgewandert ist, haben wir sehr gute Nachricht; sie sind in dem berühmten Sportzentrum Aspen bei Denver im Staate Colorado in 3000 m Höhe, wo mein Schwiegersohn jungen Amerikanern und -innen das Skilaufen beibringt, während unsere Tochter sich als "Haushilfe" Geld verdient. Es geht ihnen ausgezeichnet.
Ihnen und der ganzen Familie Lateur herzlichste Grüsse und Wünsche!
Stets in alter Verehrung
Ihr
(handtekening Adolf Spemann)
Annotations
[2]
Rowohlts Rotationsromane. Om aan de stijgende vraag naar goedkope boeken in Duitsland na de Tweede Wereldoorlog te kunnen voldoen, bracht Ernst Rowohlt (1887-1960) samen met zijn stiefzoon Heinrich Maria Ledig-Rowohlt de zogenaamde 'Rowohlts-Rotations-Romane' op de markt. Het was hun bedoeling zoveel mogelijk tekst op zo weinig mogelijk papier voor zo weinig mogelijk geld te verkopen. Op die manier werden de grote romans uit de wereldliteratuur met een rotatiepers op sterk houthoudend papier gedrukt en als ongebonden en ongebrocheerde nummers in dagbladformaat aan 50 Pfennig per stuk verkocht.
http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/deutsch-und-literatur/ernst-rowohlt-glossar100.html
[3]
Op
8 januari 1952 schreef Spemann aan Streuvels hoe hij enkele van Streuvels' werken had voorgesteld voor opname in de
Fischer-Bücherei, een goedkope pocket-reeks door Fischer Verlag en Christian Wegner Verlag.
[5]
Leonard Lodewijk de Bo (bew.),
Westvlaamsch idioticon. Brugge, Boek- en Steendrukkerij Edw. Gailliard & Comp., 1870-1873. In 1892 volgde er een heruitgave van Joseph Samyn (Gent, Siffer).
Van grote betekenis is De Bo's wetenschappelijke activiteit op het gebied van de taalkunde, inzonderheid de lexicologie van het West-Vlaamse dialect. In samenwerking met collega-priesters uit West-Vlaanderen (vooral met Guido Gezelle, met wie hij in 1850 vriendschap sloot, maar ook met J.-B. De Corte, H.A. De Badts, Pieter Baes en vele anderen) verzamelde hij al vanaf zijn studietijd (1846-1851) bouwstenen voor het West-Vlaamse lexicon op basis van oude geschreven bronnen en de gesproken taal. Die werkzaamheden hielden verband met plannen die op de eerste Nederlandse Taal- en Letterkundige Congressen (van 1849 en 1850) werden bekendgemaakt voor een algemeen Nederduits woordenboek, naderhand het Woordenboek der Nederlandse Taal, met het pleidooi van Zuid-Nederlanders als Jan-Baptist David om het Zuid-Nederlandse taaleigen te laten opnemen in de Nederlandse standaardtaal en met de oproep om met dit doel dialectwoordenboeken samen te stellen. Het jarenlange verzamelwerk van De Bo resulteerde in het volumineuze Westvlaamsch Idioticon Elektronische NEVB
[6]
Pas op 24 juli 1952 slaagt Spemann erin de afrekening naar Streuvels te sturen.