den 2.1.1956
Herrn D[okto]r Stijn Streuvels
Het Lijsternest
Ingoyghem-Belgien
bei Kortrijk
Hochverehrter Herr D[okto]r Streuvels!
Die Angelegenheit der Lizenzausgaben bei Desch hat sich leider zerschlagen.[1] Es hat sich herausgestellt, daß Herr Kövari offenbar zu optimistisch gewesen ist, denn der Verlag Desch selbst hat sich von uns noch einmal Ihre Werke schicken lassen und ist dann zu einer Ablehnung gekommen. Wir hatten ihm ganz besonders Lizenzausgaben des FLACHSACKERS und der GROSSEN BRÜCKE empfohlen, hatten ihm aber für alle Fälle doch die beiden Bände Ausgewählte Werke gesandt, damit er alles prüfen könne, was bei uns erschienen ist.
Der Einfachheit halber sende ich Ihnen anbei einen Durchschlag des Briefes von Desch (Kommentar überflüssig!)[2]
Ich bedaure sehr, daß diese Angelegenheit gescheitert ist, und teile dies gleichzeitig Herrn Kövari mit.
In alter Verehrung
stets Ihr
ENGELHORNVERLAG ADOLF SPEMANN
(handtekening Adolf Spemann)
Anlage ENGELHORNVERLAG ADOLF SPEMANN
(handtekening Adolf Spemann)
Abschrift
Annotations
[1]
Reeds op 14 juli 1955 schreef Spemann aan Streuvels over het voorstel van Kövari om bij Desch licentie-uitgaven te van Streuvels' werk te laten verschijnen. Bij Streuvels' brief aan Spemann van 19 december 1955 worden dan ook drie afschriften bewaard uit de briefwisseling tussen Engelhorn Verlag en de uitgeverij Kurt Desch uit München.
Op 3 oktober 1955 schrijft Adolf Spemann aan de mensen van de uitgeverij Kurt Desch het volgende: Wie mir Herr Heinz P. Kövari in Wien mitteilt, hat er mit Ihrem dortigen Vertreter Herrn Dr. Leber wegen einer etwaigen Lizenzausgabezweier in meinem Verlag erschienenen Werke von Stijn Streuvels verhandelt, nämlich wegen KNECHT JAN und DER FLACHSACKER. Die Angelegenheit läuft schon längere Zeit, ist aber aus irgendwelchen Gründen nicht weiter gediehen, so daß ich mir erlaube, unmittelbar an Sie zu schreiben, damit ich dem Dichter bescheid geben kann. KNECHT JAN ist vom 1. Jan. 1956 ab für Lizenzausgaben verfügbar, FLACHSACKER schon heute. Wie mir Herr Kövari schrieb, hat Herr Dr. Leber eine Lizenzgebühr von DM -.10 bei einer garantierten Mindestauflage von 50.000 Stücken in Ihrer Reihe "Die Welt im Buch" geboten. Ich könnte mich bei KNECHT JAN mit diesem Betrag einverstanden erklären, nicht aber bei FLACHSACKER, denn dieser Roman gehört zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur und hier müßten Sie mindestens DM -.15 bewilligen.
Drie dagen later, op 6 oktober, reageerde H.J. Mundt van uitgeverij Desch als volgt: Die Verhandlungen unseres Herrn Dr. Leber mit Herrn Kövari in Wien wegen der eventuellen Übernahme eines Werkes von Stijn Streuvels stehen noch in einem Vorstadium. Bevor wir ein konkretes Angebot unterbreiten können, ist es notwendig, daß wir die beiden zur Diskussion stehenden Werke KNECHT JAN und FLACHSACKER noch einmal von unserem Lektorat überprüfen lassen. Ich schlage vor, daß Sie uns die beiden Titel einmal zukommen lassen. Wir wollen Ihnen dann anhand der Lektüre gern unsere Vorschläge unterbreiten. Op 8 oktober bedankt Spemann mijnheer Mundt voor diens brief en verklaart zich bereid 'Prüfstücke' ter beschikking te stellen. Hij vervolgt: Der Einfachheit halber sende ich Ihnen die Ausgewählten Werke des Dichters in 2 Bänden, in denen Sie sowohl KNECHT JAN als den FLACHSACKER finden werden, außerdem aber auch andere hochbedeutende Werke des Dichters.
[2]
Op 20 december 1955 schreef H.J. Mundt van de uitgeverij Kurt Desch aan Adolf Spemann o.a. het volgende: (...) Abschließend ist unsere Entscheidung doch negativ ausgefallen, da die Grundhaltung des Autors und die Grundstimmung seiner Werke doch allzu deprimierend sind. (...) Afschrift in Letterenhuis, S 935/B2.









